Bits & Bäume Community Summit 2026

Digitalisierung gemeinsam nachhaltig gestalten: Bits & Bäume NRW und der Forderungskatalog an die NRW-Landesregierung
06.06, 11:15–11:30 (Europe/Zurich), Aquädukt

Seit 2023 organisiert sich in Nordrhein-Westfalen eine regionale Bits und Bäume Bewegung, die sich in jährlich stattfindenden Veranstaltungen trifft. In diesem Jahr haben wir auf einer solchen Veranstaltung "Forderungen für eine nachhaltige Digitalisierung an die NRW-Landespolitik. Für eine selbstbestimmte und gemeinwohlorientierte Digitalisierung in NRW in den planetaren Grenzen“ auch mit der Landespolitik diskutiert, die wir zuvor an diese und viele weitere politische, wissenschaftliche und Bildungsakteur*innen verschickt haben. Wir möchten mit Euch unseren Forderungskatalog diskutieren, Erfahrungen der (über)regionalen Vernetzung und Zusammenarbeit austauschen und Ideen für zukünftige (überregionale) Projekte entwickeln.


Seit 2023 organisiert die Bits & Bäume NRW jährliche Veranstaltungen zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit, um Bildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in diesem Themenfeld zu vernetzen, Wissen auszutauschen und gemeinsam ins Handeln zu kommen, mit dem Ziel, Digitalisierung nachhaltiger zu gestalten. In diesem Vortrag wollen wir unsere NRW-Bewegung vorstellen und Erfolgsbeispiele, aber auch Herausforderungen diskutieren. Im Fokus steht dabei v. a. die diesjährige Bits & Bäume NRW-Veranstaltung, die am 5. und 6. März 2026 stattfand und vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster und dem Eine Welt Netz NRW mit Unterstützung des Center for Advanced Internet Studies (CAIS) organisiert wurde. Ein Schwerpunkt der Konferenz waren unsere „Forderungen für eine nachhaltige Digitalisierung an die NRW-Landespolitik. Für eine selbstbestimmte und gemeinwohlorientierte Digitalisierung in NRW in den planetaren Grenzen“ (https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/kowi/institut/bits_und_baume_nrw-_politische_forderungen.pdf).
Der Forderungskatalog zeigt auf, wie digitale Transformation künftig gestaltet werden kann: Er fordert mehr ökologische Verantwortung, etwa durch energieeffiziente Rechenzentren, ressourcenschonende IT Infrastrukturen und transparente Lieferketten. Ebenso betont er die Bedeutung sozialer Gerechtigkeit, etwa im Kampf gegen digitale Gewalt, für faire Arbeitsbedingungen entlang globaler Wertschöpfungsketten und für mehr Beteiligung benachteilig-ter Gruppen. Und nicht zuletzt plädiert er für digitale Souveränität – mit offenen Software Lösungen, selbstbestimmtem Umgang mit Daten und gemeinwohlorientierten digitalen Infrastrukturen.
Am ersten Veranstaltungstag wurden die Inhalte des Forderungskatalogs in Workshops vertieft und in einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutiert. Am zweiten Tag entwickelten die Teilnehmerinnen gemeinsam konkrete Projektideen für nachhaltige Digitalisierung.
Insgesamt adressierte die Bits & Bäume NRW die Landespolitik in ihrer Verantwortung, ermöglichte transdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch und förderte die Entwicklung konkreter Projektideen. Auf diese Weise ermächtigte sie die Teilnehmenden, Digitali-sierung zusammen nachhaltig zu gestalten.
Wir möchten mit Euch unseren Forderungskatalog diskutieren, Erfahrungen der (über)regionalen Vernetzung und Zusammenarbeit austauschen und Ideen für zukünftige (überregionale) Projekte entwickeln.

Sigrid Kannengießer ist Professorin für Mediensoziologie am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster und Mitglied im Vorstand des Zentrums für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Universität. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Digitalisierung, KI Infrastrukturen und Nachhaltigkeit; kritische Datenpraktiken; politische Bewegungen; Energiekommunikation; kommunikations- und medienwissenschaftliche Geschlechterforschung. Seit 2024 organisiert sie die Veranstaltungen der Bits und Bäume NRW mit. Die Veranstaltung 2026 fand im Rahmen ihres Fellowships am Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum statt.

Anastasia Glawatzki ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Mediensoziologie und Nachhaltigkeit am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster. Zu ihren Forschungsinteressen zählen die Nachhaltigkeit von digitalen Technologien mit Fokus auf (generative) KI, epistemische Aspekte von generativer KI sowie KI-Aneignung, insbesondere mit Blick auf Anthropomorphisierung. Sie war Mitorganisatorin der Bits & Bäume NRW 2026 in Bochum.

Dr. Anne Mollen forscht als Postdoc am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit mit Blick auf Automatisierung, Algorithmen und "Künstlicher Intelligenz“. Einer ihrer Forschungspunkte liegt auf der Nachhaltigkeit von KI.