06.06, 16:00–16:45 (Europe/Zurich), Flur 3.OG
Ziel des Workshops ist es, regionale Netzwerke zum Thema nachhaltige Digitalisierung strategisch auszubauen, um die Perspektive nachhaltiger Entwicklung mit Nachdruck in gesellschaftliche und politische Debatten und Strategien zur Digitalisierung einzubringen. Wichtig ist, verschiedene Akteursgruppen und Handlungsfelder systematisch zu verknüpfen, um Synergien zu schaffen und „blinde Flecken“ besser zu erkennen. Im Workshop fokussieren wir uns auf Brandenburg und Berlin. Ausgangspunkt sind die Netzwerke der AG »Nachhaltige Digitalisierung« der Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg und Bits & Bäume.
Dort werden u.a. folgende Themen diskutiert: Wie können insbesondere kleine, ressourcenarme Brandenburger Kommunen Digitalisierung umsetzen und dabei Nachhaltigkeitsziele (Lebensqualität, Daseinsvorsorge) verfolgen? Wie kann Digitalisierung ökologisch (Ressourcenverbrauch), sozial (Chancengerechtigkeit, Partizipation, Demokratie, Datenschutz) und ökonomisch (fairer Marktzugang, Machtungleichgewichte vermeiden) gestaltet werden? Wo und wie können Kommunen, KMU und Zivilgesellschaft Digitalisierung selbst mitgestalten?
Vor diesem Hintergrund möchten wir im Workshop folgende Fragen diskutieren:
• Ist eine regionale Vernetzung zielführend, um das Megathema nachhaltige Digitalisierung anzugehen?
• Wie können wir uns als zivilgesellschaftliches ehrenamtliches Netzwerk Gehör bei der Landes- und Kommunalpolitik verschaffen, damit Digitalisierung auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtet wird? Wie können wir zivilgesellschaftliche Initiativen und KMU dabei unterstützen?
• Welche Netzwerke gibt es in der Region Brandenburg und Berlin? Auf welche konkreten Ziele und Themen sollte sich die Zusammenarbeit beziehen?
• Wie können wir eine Zusammenarbeit organisieren, finanzieren und umsetzen?
Hintergrundinformation zur AG Nachhaltige Digitalisierung der Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg:
Die AG Nachhaltige Digitalisierung arbeitet seit 2019 daran, dass der digitale Wandel und die nachhaltige Entwicklung in Brandenburg stärker miteinander verknüpft und als gemeinsame Gestaltungsaufgabe definiert werden. Die AG Nachhaltige Digitalisierung hat ein breites Verständnis von Nachhaltigkeit, welches sowohl ökologische, als auch soziale und wirtschaftliche Aspekte der Digitalisierung umfasst. Dafür trifft sie sich regelmäßig 3- bis 4-mal jährlich und hat ein Netzwerk mit einem Verteiler von ca. 130 Kontakten zu Stakeholdern aus Wissenschaft, Verwaltungen, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufgebaut. Die AG verfolgt einen transdisziplinären Ansatz, der versucht, auf ehrenamtlicher Basis einen ressort- und zuständigkeitsübergreifenden Dialog zu schaffen, der über das punktuelle Einholen von Expertisen hinausgeht. Die AG führt Workshops sowie Fach- und Vernetzungstagungen durch, bei denen strategische Fragen der Digitalpolitik im Land Brandenburg sowie konkrete Beispiele und Ansätze für nachhaltige Digitalisierung diskutiert werden. Zu den Aktivitäten der AG gehörte die Beteiligung am ersten Digitaltag Brandenburg im Dezember 2025. Im Rahmen eines breiten Bündnisses von öffentlichen und privaten Digitalakteuren gelang es, den Digitaltag als Forum des Erfahrungsaustauschs zur Gestaltung des digitalen Wandels zu etablieren und dabei auch das Themenspektrum von Nachhaltiger Digitalisierung zu vertreten.
Prof. Dr. Benjamin Nölting, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde; AG Nachhaltige Digitalisierung der Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg