06.06, 16:00–16:45 (Europe/Zurich), Mosaik 1
Die Kampagne „endof10“, der Diday und das Fediverse verfolgen auf den ersten Blick unterschiedliche Ansätze, sind aber im Kern eng miteinander verbunden: Sie stehen alle für digitale Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und eine offenere, nachhaltigere Technologiekultur.
„endof10“ setzt sich dafür ein, alte Hardware weiter nutzbar zu machen, indem auf freie Betriebssysteme wie Linux umgestiegen wird. Dahinter steckt die Idee, sich von großen Softwarekonzernen zu lösen, Elektroschrott zu reduzieren und die Kontrolle über die eigene Technik zurückzugewinnen. Genau hier knüpft der Diday an: Als Aktionstag macht er Menschen praktisch erfahrbar, wie einfach es sein kann, Alternativen zu proprietärer Software zu nutzen. Er schafft Begegnung, Wissenstransfer und einen niedrigschwelligen Einstieg in digitale Unabhängigkeit.
Das Fediverse wiederum ist die logische Fortsetzung dieser Gedanken im Bereich der Online-Kommunikation. Statt sich auf zentrale Plattformen zu verlassen, die von einzelnen Unternehmen kontrolliert werden, setzt das Fediverse auf dezentrale, offene Netzwerke. Nutzerinnen und Nutzer können selbst entscheiden, wo ihre Daten liegen und wie sie kommunizieren wollen – ganz im Sinne der Freiheit, die auch „endof10“ und der Diday fördern.
Gemeinsam bilden diese drei Initiativen also ein zusammenhängendes Ökosystem: „endof10“ kümmert sich um die Basis – die Geräte und Betriebssysteme, der Diday vermittelt Wissen und Motivation, und das Fediverse bietet die passende Infrastruktur für eine freie digitale Kommunikation. Sie alle tragen dazu bei, Abhängigkeiten zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und eine digitale Welt zu schaffen, die den Menschen gehört – nicht den Konzernen.
Wir berichten Euch aus der Praxis in Berlin.